Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu.

Planen und Werden

Ideen gemeinschaftlichen Lebens münden früher oder später immer auch beim Thema Architektur und Umsetzung von Plänen in die stoffliche Welt. Wie wollen wir bauen, was dürfen wir bauen? Wie sieht unser ökologischer Anspruch aus - und können wir ihn umsetzen? Wie viel Wohnraum ist angemessen? Wie sieht es mit unserem ökologischen Fußabdruck aus? Kommen wir mit "einem Planeten" aus?

Und ganz praktisch: Welche Arbeiten können wir in Eigenleistung erbringen und wo wollen/müssen wir professionelle Hilfe in Anspruch nehmen (und auch bezahlen)? Wie können wir bezahlbaren Wohnraum schaffen? Es gibt noch viele weitere Fragen ... Wenn wir den Bogen breiter spannen, kommen sogleich weitere Themen ins Spiel: Regenerative Energieerzeugung, Selbstversorgung mit Lebensmitteln, Vermeidung von Müll, Mobilität usw. Es kann an dieser Stelle noch keine Antworten geben, weil alle diese Frage und viele weitere nur von der Gruppe und vom Leben selbst beantwortet werden können – aber wir bringen sie ein, diskutieren und dokumentieren.

März 2016 bis April 2017
Das erste konkrete Bauvorhaben war die  Kernsanierung des denkmalgeschützten Haupthauses. Denkmalschutzauflagen sind nicht immer nachvollziehbar – und sie sind vor allem teuer. Wir sind jedoch mit dem Denkmalschutz Kreis Lüneburg gut klar gekommen. Das Haus ist fertig und sehr schön geworden.

Bau des Eichen- und Wiesenhauses 2017/18
Nach einem längeren Abwägungsprozess hat sich die Gruppe entschieden 2017 zwei Strohballenhäuser um den neuen Hofplatz herum zu bauen  Die Planung wurde mit dem Architektenbüro Deltagrün aus Lüneburg entwickelt. Von Ende Juli 2017 bis Ende Juli 2018 haben wir mit voller Power gebaut - unter schwierigen Baubedingungen (verregneter Sommer 2017)! Die Häuser sind fertig - und bezogen. Schaut euch die Bildergalerie über den Ablauf an. Hier klicken.

Das Gemeinschaftshaus 2019 (Backhaus)
Unser Gemeinschaftshaus ist seit 2019 fertig. Hier waren wir nicht so schnell, weil die Finanzierung nicht einfach und viel Eigenleistung erforderlich war. Anfang des Jahres 2017 haben wir das Backhaus entkernt und mit einem Rest des alten Schweinestalls verbunden, dessen Hauptteil abgerissen wurde. Es ist ein Haus für die Gemeinschaft, mit Gemeinschaftsküche und einem großen Multifunktionsraum unter dem Dach entstanden. Mit kulturellem Leben erfüllt wird das Haus von unserem gemeinnützigen Verein "KulturRaum Mittendrin e.V". Die Gemeinschaft nutzt dieses Haus als Küche, Essraum, Versammlungsraum und als gemeinsames Wohnzimmer.

Das Anneliesehaus (ab 2019)
2019 begannen wir das sogenannte Anneliesehaus aus- und umzubauen. Anneliese ist eine Legende im Dorf. Sie ist mitlerweise 90 Jahre alt und lebt in einer kleinen Wohnung in der Gemeinschaft. Ihr großes Haus, direkt neben unserem Grundstück gelegen, gehört inzwischen zur Gemeinschaf. Es sind drei Wohnungen unter einem Dach. Hier klicken zur Geschichte des Hauses

Wir bauen wieder! (ab 2025)
Von Anfang an war klar, dier Altbestand auf dem Gelände (Scheune und Ställe)  soll gerettet und genutzt werden. Die Gemeinschaft war von vornherein auf 30 Erwachsene angelegt. Nun sind wir auf dem Weg dahin. Es entstehen acht neue Wohnungen und einige weitere Nutzräume.

Energiefragen
Im Keller des Gemeinschaftshauses befindet sich unsere Energiezentrale. Alle Häuser des Hauptplatzes werden zentral beheizt und mit Warmwasser versorgt. Hierfür gibt es einen 50 kw Scheitholzkessel. Eine thermische Solaranlage (Warmwasser in den Zwschenmonaten) wurde 2019 auf dem Dach des Gemeinschaftshauses installiert. Über eine 20 kw Solaranlage erzeugen wir Strom für den Eigenverbrauch - seit 2023 verfügen wir über eine 10kw Speicher. Der Reststrom wird noch in das öffentliche Netz eingespeist. Das Anneliesehaus hat einen eigenen, kleineren Scheitholzkessel. Der ist noch groß genug um zwei weitere Wohnungen zu versorgen, die 2025 gebaut werden.